Beitrag: Angststörungen

erkennen und behandeln

Angst ist ein uralter körperlicher Vorgang

Sofort, wenn unsere Sinne eine Gefahr registrieren wird das Angstzentrum im Gehirn aktiviert. Es werden die Hormone Adrenalin, Cortisol und Dopamin ausgeschüttet.

Das Herz beginnt zu rasen, der Blutdruck, Blutzucker und die Atemfrequenz steigen, die Pupillen werden erweitert, man beginnt zu schwitzen und die Muskulatur spannt sich an – Angst breitet sich aus. Jetzt sind wir fähig, mit einer direkten Bedrohung umzugehen.

Darum ist es in manchen Situationen sinnvoll Angst zu verspüren und kann das Leben retten.

Sobald alles wieder sicher ist, flaut das Angstgefühl ab, Entspannung und Erschöpfung machen sich breit und der «normale» Alltag geht weiter.

Für den Urmenschen war dieser Vorgang überlebenswichtig, wenn es darum ging, mit einem Tier zu kämpfen oder sich vor einem heftigen Gewitter in Sicherheit zu bringen. Es musste die ganze Körperenergie freigesetzt werden um schnell und heftig reagieren zu können. In der heutigen Zeit hat die Bedeutung der Angst als Motor zum Überleben jedoch eine markante Veränderung erfahren.

Heute ist der Säbelzahntiger ausgestorben und wir wohnen in wohlig warmen Häusern. Kaum ein Schweizer hat sich im Alltag noch um Leib und Leben zu fürchten, doch der Mechanismus der Angst auf seelischer, geistiger und körperlicher Ebene ist genau derselbe geblieben.

Wir müssen ganz Neuzeitig lernen damit umzugehen. Unterdrückung führt meist zu kurzfristigem Erfolg, aber auf Dauer zu neuen, schlimmeren Ängsten. Wir können Frieden finden, wenn wir uns mit unseren Ängsten beschäftigen und sie nicht mehr nur als Bedrohung ansehen.

Wir alle kennen die Angst. Wenn sie jedoch einfach so ohne wirklichen Grund auftritt, liegt meist eine Angststörung vor. Diese ist die häufigste psychische Erkrankung der Schweizer und Schweizerinnen. Erst an zweiter Stelle folgt die Depression. Um die 1,3 Millionen Menschen leiden in der Schweiz an einer Angststörung.

Wo liegt die Grenze zwischen normaler und krankhafter Angst?

In der heutigen Zeit gibt es ständig Situationen, die kurz in einem angemessenen Rahmen ängstigen können. Eine häufige Zeiterscheinung sind soziale Ängste, wie zum Beispiel: Zahnarztbesuche, Prüfungen, Flugreisen, Glatteis, Gespräche mit Vorgesetzten. Ängste um die Gesundheit, Existenz, den Job oder den Verlust eines lieben Manschens machen den Alltag meist stressig, komplex und unberechenbar. Schlechter Schlaf, ungesunde Ernährung, Druck da und dort, dauernd ungefilterte, schlechte News und ständige Erreichbarkeit erhöhen den Stress und somit den Pegel Angst zu empfinden.

Wenn die Angst überhandnimmt, kann es den Betroffenen völlig blockieren.

Nach überstandener Krise flaut die Angst wieder ab und man kann sich entspannen, Freude empfinden und auftanken. Ist dies nicht der Fall, wir die Angst den Alltag unkontrollierbar beherrschen und zur seelischen Dauerbelastung. Die Ängste werden immerzu unangemessen stärker und stehen in keinem Verhältnis mehr zur eigentlichen Situation. Die eigene Handlungsfähigkeit wird massiv eingeschränkt. Jetzt ist es Zeit, der Angst auf den Grund zu gehen, «auf den Zahn zu fühlen». Gerne helfe ich ihnen jetzt und ohne Nebenwirkungen, schnell und kompetent dabei ihre Angst in Mut und Vertrauen umzuwandeln.

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